Heinrich-Mandel-Preis 2010

Das Kuratorium der VGB-FORSCHUNGSSTIFTUNG vergab den Heinrich-Mandel-Preis 2010 an

  • Florian Mura, E.ON Energy Research Center, Aachen, für die Analyse eines Gasturbinensystems, das unabhängig vom durch den Netzbetrieb vorgegebenen Lastpunkt mit optimaler Drehzahl betrieben werden kann.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde anlässlich des VGB-Kongresses KRAFTWERKE 2010 am 22. September 2010 in Essen vom Vorsitzenden des VGB übergeben.

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Gerd Jäger zeichnet Florian Mura mit dem Heinrich-Mandel-Preis 2010 aus

Florian Mura (31) hat im Rahmen des Projekts "Medium-Voltage Variable-Speed Mini-Turbine" ein Gasturbinensystem analysiert, das unabhängig vom Lastpunkt stets mit optimaler Drehzahl betrieben werden kann. Dies wird ähnlich wie bei Windenergieanlagen durch einen leistungselektronischen Umrichter erreicht, der die Drehzahl der mechanischen Welle von der Netzfrequenz entkoppelt.

Durch numerische Simulationen konnte gezeigt werden, dass diese Betriebsart zu deutlich gesteigerten thermischen Wirkungsgraden der Gasturbine führt. Im Vergleich zu einem mit fester Drehzahl betriebenen konventionellen System liegt die Effizienz der veränderten Anlage im Teillastbetrieb um mehrere Prozentpunkte höher.

Diese erhöhten Wirkungsgrade bieten insbesondere dann Vorteile, wenn das Gasturbinensystem zur Kompensation der fluktuierenden Einspeisung regenerativer Energien und damit häufig im Teillastbetrieb eingesetzt wird. Durch die Drehzahlvariabilität wird eine deutliche Reduzierung der Brennstoffkosten erreicht.

Download

  • Florian Mura, Rik W. De Doncker, Bernhard Persigehl, Peter Jeschke, Kay Hameyer, Analyse eines getriebelosen drehzahlvariablen Mittelspannungs-Gasturbinensystems, VGB PowerTech 04/2011, S. 39 - 43