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Projektnummer 247
Selbstkalibrierende Miniaturfixpunkt-Thermometer für den Kraftwerkseinsatz
Eine Erhöhung des Wirkungsgrades von Wärmekraftwerken durch höhere Drücke und Temperaturen des Heißdampfes ermöglicht eine bessere Ausnutzung der eingesetzten fossilen Brennstoffe und eine Verringerung der CO2-Emissionen. Überschreitungen der materialtechnisch zulässigen maximalen Dampftemperaturen verringern aber signifikant die Lebensdauer der Kraftwerksanlagen.
Hauptziel des Forschungsthemas ist es, Grundlagen für industrietaugliche Temperaturmesssysteme in Kraftwerken mit Messunsicherheiten < 1 K zu schaffen. Das soll über ein in-situ-Kalibrierverfahren für eingebaute Thermoelemente und die nachfolgende Mess- und Verarbeitungskette unter Betriebsbedingungen erreicht werden.
Basis dafür ist die Verwendung von Miniatur-Fixpunktzellen, die direkt in ein Thermoelement integriert werden. Durchläuft dessen Temperatur die Schmelz- bzw. Erstarrungstemperatur des Fixpunktmaterials, entsteht ein charakteristischer Temperatur- bzw. Thermospannungs-Zeit-Verlauf. Dieser kann zur automatischen Rekalibrierung des Thermoelementes und der gesamten nachfolgenden Messkette benutzt werden.
Entsprechend den genannten Zielstellungen sind folgende Arbeitsaufgaben und -schritte vorgesehen:
- Neukonstruktion einer optimierten Miniaturfixpunktzelle,
- Entwicklung eines neuen Sensorprinzips zur gleichzeitigen kontinuierlichen Messung der Dampftemperatur,
- Temperatur-Zeit-lineare Steuerung der Miniaturfixpunkt-Heizung,
- Langzeituntersuchungen der Kalibrierunsicherheit und des Materialverhaltens über zwei Jahre,
- Entwicklung von Überwachungs- und Selbstdiagnoseverfahren sowie zur Optimierung der Auswerte-, Rekalibrier- und Steueralgorithmen.
- Entwicklung der Grundbausteine und der Grundlagenalgorithmen für einen komplexen Messumformer,
- Aufbau und Erprobung mehrerer komplexer Messumformer (Funktionsmuster) für Miniaturfixpunkt-Thermometer.
Das Projekt wurde von Juni 2003 bis Juli 2005 vom Institut für Prozessmess- und Sensortechnik der TU Ilmenau unter der Leitung von Dr. Frank Bernhard durchgeführt und aus Mitteln des BMWA über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) finanziert. Eine Arbeitsgruppe des Arbeitskreises "Leit- und Informationstechnik" begleitete die Untersuchungen fachlich.
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| Ansprechpartner |
- Jörg Kaiser
Telefon: +49-(0)2 01-81 28-2 88
Telefax: +49-(0)2 01-81 28-3 21
E-Mail: joerg.kaiser@vgb.org
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| Projektergebnisse |
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