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Projektnummer 251
Anschlussprojekt zum Programmteil "Material-Betriebserprobung" aus dem Verbundforschungsprogramm KOMET 650
Auch für höchste Prozessparameter (700/720 °C, 375 bar) ist die
Entwicklung hochwarmfester, korrosionsresistenter Werkstoffe für
Komponenten des Dampferzeugers, der Dampfturbine und der Rohrleitung
unabdingbar. Das schließt die Verifizierung ihrer
Festigkeitseigenschaften, die Etablierung von Verarbeitungsverfahren,
insbesondere der Schweiß- und Mischverbindungen, ein. Dies ist nur
durch die realitätsnahe Erprobung von Komponenten aus den neuen
Werkstoffen möglich.
Im Rahmen des Vorläuferprojektes wurde in den Block B des Kraftwerks
Westfalen der RWE Power AG eine Versuchsanlage integriert, in der
sowohl Kesselrohre als auch dickwandige Rohrleitungen bei höheren
Temperaturen im Einsatz sind. Als Werkstoffe sind verschiedene Ferrite,
Austenite und eine Nickelbasislegierung eingesetzt worden, um unter
anderem deren Verhalten hinsichtlich Hochtemperaturkorrosion,
rauchgasseitiger und dampfseitiger Oxidation sowie Kriechen zu
untersuchen. Die Anlage enthält zusätzlich eine Versuchsstrecke, in der
fortschrittliche Dampfturbinenwerkstoffe, verschiedene ferritische und
austenitische Werkstoffe und Beschichtungsmaterialien, bei
Dampftemperaturen bis zu 650 °C hinsichtlich ihrer
Oxidationsbeständigkeit getestet werden. Weiterhin werden das
Betriebsverhalten und neuartige Konzepte von Armaturen für
Dampftemperaturen bis 650 °C in der Anlage erprobt.
Die regelmäßigen Bauteil- und Werkstoffprüfungen, die im Rahmen des
Vorläuferprojektes durchgeführt wurden, haben bereits Erkenntnisse über
die Einsatzmöglichkeiten der erprobten Werkstoffe ergeben. Zudem sind
umfangreiche Materialdaten zu den eingesetzten Werkstoffen gewonnen
worden. Um mit diesen Daten eine geeignete Werkstoffauswahl für
thermisch hoch belastete Bauteile zukünftiger Kraftwerke zuverlässig
treffen zu können, sind die im Anschlussprojekt angestrebten
Untersuchungsergebnisse von ausschlaggebender Bedeutung, da erst mit
entsprechender Laufzeit des Feldversuchs die Ergebnisse hinreichend
belastbar sind. Darüber hinaus bietet die Verlängerung der Betriebszeit
der Versuchsanlage die Möglichkeit, weitere Werkstoffe zu testen und
das Untersuchungsprogramm um neue Auswertungsmethoden zu erweitern.
Die Durchführung des Anschlussprojektes gewährleistet die volle
Ausschöpfung des Potentials der Versuchsanlage über die komplette
Lebensdauer sowie eine systematische Auswertung des Datenmaterials nach
Abschluss des Versuchsbetriebes. Das Vorhaben leistet damit einen
wesentlichen Beitrag im Rahmen der deutschen und europäischen
Gesamtanstrengungen zur Wirkungsgraderhöhung von Kraftwerken.
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| Ansprechpartner |
- Sabine Polenz
Telefon: +49-(0)2 01-81 28-2 90
Telefax: +49-(0)2 01-81 28-3 06
E-Mail: sabine.polenz@vgb.org
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| Projektergebnisse |
- KOMET 650 - Kohlebefeuerte Kraftwerke mit Dampftemperaturen bis zu 650 °C, Abschlussveröffentlichung der fünf Teilprojekte in: VGB PowerTech 03/2008, S. 36 - 71.
- Olaf Tebbenhoff, Betriebserfahrungen mit Regelarmaturen im Hochtemperaturbereich, Fachtagung „Moderne Kraftwerkstechnik zur Reduzierung der CO2-Emissionen“, 20. - 21. November 2007 in Essen.
- VGB-Fachtagung "Werkstoffe und Qualitätssicherung 2004", Dortmund, Vortrag 5.
- Siehe auch Projektnummer 183 "KOMET 650, Projekt 1: Material-Betriebserprobung".
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