Pilotanwendung des Kennzeichensystems RDS-PP an der komplexen Anlagentechnik des Technikums "Zentrum für Energietechnik“ (ZET) der TU Dresden

Projektnummer 324

Das "Zentrum für Energietechnik“ (ZET) ist ein interdisziplinäres Vorhaben verschiedener Professuren und Fakultäten der Technischen Universität Dresden. Es steht weiteren internen und externen Interessenten zu gemeinsamen Forschungs-, Lehr- und Weiterbildungsaktivitäten offen. Der geplante Neubau umfasst vier Technikumsbereiche (Verbrennung und Vergasung, Lehr- und Versuchskraftwerk, Turbomaschinenversuchsfeld und Rationelle Energieanwendung und regenerative Energie) mit rund 40 Versuchsanlagen.

Bei herkömmlicher Herangehensweise und Standardplanung mit geringstem Risiko würde das am Markt etablierte KKS zur Anwendung kommen. Damit wäre jedoch eine Umsetzung der vielfältigen Forderungen an das Kennzeichensystem nur eingeschränkt möglich:

  • Eineindeutige Bezeichnungssystematik mit Option der Erweiterungsfähigkeit.
  • Realisierung mehrerer Ebenen der Zugriffsberechtigung.
  • Schneller Einstieg wegen der geringen Verfügbarkeit von fest angestelltem Personal und des Wechsels von Forscherpersonal.
  • Interaktive Fortschreibung von Wartungs- und Instandhaltungsstrategien.
  • Basis für eindeutige Archivierung von Messdaten.

Über die intensive Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro GESA GmbH, Dresden, wurde das neue RDS-PP der TU Dresden bekannt. In Gesprächen mit dem VGB kristallisierte sich heraus, dass der Neubau des ZET eine hervorragende Basis bildet, um RDS-PP anzuwenden.

Das Vorhaben soll in drei Phasen durchgeführt werden (Ausarbeitung, Praxiseinführung und Lehre, Validierung der Tragfähigkeit des Pilotkonzepts und des erarbeiteten RDS-PP-Lehrmoduls). In allen Phasen ist eine Begleitung und Unterstützung durch Experten des VGB-Arbeitskreises Anlagenkennzeichnung und Dokumentation geplant.

Die im Rahmen des Vorhabens gewonnenen Erkenntnisse sollen in die VGB-Richtlinie "Referenzkennzeichensystem für Kraftwerke RDS-PP - Kennbuchstaben für Kraftwerkssysteme" (Systemsschlüssel) (VGB-B101) sowie in die "Anwendungserläuterungen, Teile A und B: Fachspezifische Anwendungserläuterungen“ (VGB-B116) einfließen.

Das Vorhaben wird von Januar 2009 bis Dezember 2011 unter der Leitung von Dr. Karin Rühling am Institut für Energietechnik/Zentrum für Energietechnik der Technischen Universität Dresden durchgeführt.

Ansprechpartner

  • Jörg Kaiser
    Telefon: +49-(0)2 01-81 28-2 88
    Fax: +49-(0)2 01-81 28-3 21
    E-Mail: joerg.kaiser@vgb.org

Projektergebnisse