Vortragsreihe "Bautechnik für Kraftwerke und Energieanlagen" an der Ruhr-Universität Bochum

Die Bautechnik für Kraftwerke und Energieanlagen steht vor neuen Herausforderungen. Mit den Ereignissen in Japan wurde in Deutschland eine Energiewende eingeleitet die besondere Anforderungen an die bauliche Gestaltung der vorhandenen, aber auch an zukünftige Energieanlagen stellt.

P. Mark / F. Stangenberg / S. Schindler

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Die Bautechnik für Kraftwerke und Energieanlagen steht vor neuen Herausforderungen. Mit den Ereignissen in Japan wurde in Deutschland eine Energiewende eingeleitet die besondere Anforderungen an die bauliche Gestaltung der vorhandenen, aber auch an zukünftige Energieanlagen stellt. 
Regenerative Energieformen übernehmen mehr und mehr die Versorgung und ergänzen klassische kerntechnische oder fossile Großkraftwerke. Hierzu muss sich kurzfristig ein breites Feld innovativer bautechnischer Verfahren bei der regenerativen Energienutzung entwickeln, beispielsweise beim Bau von Offshore-Windparks, die besondere Gründungen und Baustellenlogistik am eigentlichen Standort im Meer, aber auch an Land zum Antransport vorgefertigter Bauteile benötigen. Bild1_Solarthermie_DLR© Hochtief

Weiterhin spielen bei dem zukünftigen Energiemix die Netzstabilität und der damit verbundene Netzausbau eine entscheidende Rolle. Mit dem Ausbau der Netzstruktur ist auch die Schaffung geeigneter Speichermöglichkeiten zum Beispiel durch Druckluftspeicherkraftwerke verbunden. Speicherkraftwerke ermöglichen eine Egalisierung der durch erneuerbare Energien verursachten Stromschwankungen im Netz.
Einen großen Anteil nimmt immer noch der klassische Großkraftwerksbau für kerntechnische oder fossile Stromerzeugung ein. Er ist geprägt durch enorme Bauteilabmessungen und Lasten, kraftwerkstypische Sonderbauwerke wie Kühltürme und durch dynamische Einwirkungen aus beispielsweise Anlagentechnik und Erdbeben. Für kerntechnische Anlagen kommen noch besondere dynamische Einwirkungsannahmen wie Flugzeuganprall und Explosionsdruckwellen hinzu.

Diesen vielfältigen Entwicklungen widmet sich die Vortragsreihe mit dem Ziel der studentischen Ausbildung und Nachwuchsförderung, aber auch der Weiterbildung und Qualifizierung von am Energieanlagenbau Beteiligten aus Industrie, Forschung und Verwaltung.
Sie wird getragen von namhaften Referenten und findet jährlich im Wintersemester von Mitte November bis Anfang Februar an der Ruhr-Universität Bochum statt.

Die einzelnen Termine im Wintersemester 2011/2012, sowie weitere Informationen sind unter www.massivbau.rub.de zu finden. Die Veranstaltung ist von der Ingenieurkammer-Bau NRW als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.