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Kerntechnische Sicherheitsbeauftragte und Human Factors
Aufgaben
kSb-spezifisch
- Meldeschwellen meldepflichtiger und nicht meldepflichtiger Vorkommnisse
- Interpretation von Meldekriterien/Einstufung in die internationale Störfallskala (INES)
- Beratung von Behördenaktivitäten
- Softvalues/Sicherheitsmanagement
- Informationen von Reaktortyp-übergreifenden Problemen
- Behandlung von Vorkommnismeldungen aus ausländischen Kernkraftwerken
- Rückmeldungen zu Erfahrungsauswertungen der FANP und Erfahrungsberichten
- Interpretation von Meldekriterien und Meldungen zur Weitergabe an IRS (International Rating System) und WANO (World Association of Nuclear Operators, http://www.wano.org.uk/)
- Erfahrungsaustausch über die Art und Systematik der kSb-Arbeit
HF-spezifisch
- Übergeordnete Ereignisanalyse (Analysetechniken nach ganzheitlicher Ereignisanalyse, auch im Hinblick auf technische Analyse)
- Erfahrungsaustausch zum Thema: HF-relevante kraftwerksübergreifende Ereignisse sowie Umsetzung
- Informationsaustausch zu Gesprächen mit Behörden und Gutachtern sowie zu HF-Aktivitäten in den Energieversorgungsunternehmen (EVU)
- Diskussion zur Aktualisierung der Definition von Begriffen aus den Bereich "HF"
Aktuelle Themen
- Sicherheitskultur
Durch den langjährigen Betrieb kerntechnischer Anlagen und der ständigen Bestrebung nach Verbesserung und Optimierung der Anlagentechnik und der Betriebsorganisation ist ein hoher technischer und organisatorischer Stand erreicht sowie ein hohes Bewusstsein der Belegschaft hinsichtlich eines sicheren und zuverlässigen Betriebes aufgebaut worden. Auch unter geänderten Randbedingungen im wirtschaftlichen und politischen Umfeld hat der sichere und zuverlässige Anlagenbetrieb Priorität. Die Sicherheitskultur wird als eine Einheit von Sicherheitsmanagementsystem und gelebtem Verhalten der Mitarbeiter verstanden. Sie hat neben den technischen Bedingungen, den administrativen Regelungen und der Ressourcenbereitstellung auch die Voraussetzungen für die Bewusstseinsbildung sowie das aktive Handeln der Führungskräfte und aller Mitarbeiter hinsichtlich eines sicheren und zuverlässigen Anlagenbetriebes zu gewährleisten.
Das Konzept zum Erhalt und zur weiteren Verbesserung der Sicherheitskultur basiert auf einem kontinuierlichen Optimierungsprozess, der die wiederkehrende Bewertung der Sicherheitskultur, deren Trendverfolgung und die Umsetzung notwendiger Verbesserungsmaßnahmen einschließt. Die Bewertung der Sicherheitskultur behandelt alle Sachgebiete/Themen, die sich aus den Betriebsführungsaufgaben und dem Zusammenspiel der jeweiligen Organisationseinheiten ergeben und ist bis in die operative Ebene hinein durchzuführen. Dies macht es erforderlich, daß alle Mitarbeiter in diesen Optimierungsprozess als Beteiligte und Wissensträger einzubinden sind. Voraussetzung ist ein offenes, schuldzuweisungsfreies Arbeitsklima, was nur ein internes Bewertungssystem zulässt auf Grund der Sensibilität der Informationen. Begleitend zu diesem Optimierungsprozess sind die Ziele und der erreichte Status der Sicherheitskultur mit der Belegschaft zu kommunizieren.
Das Konzept zur Bewertung der Sicherheitskultur wurde speziell für die Anwendung in den Kernkraftwerken erarbeitet, kann aber auch in anderen Branchen unter Berücksichtigung der gegebenen Randbedingungen und Schnittstellen angewendet werden.
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Ansprechpartner |
- Guido S. Vallana
Telefon: +49-(0)2 01-81 28-2 42
Telefax: +49-(0)2 01-81 28-62 42
E-Mail: guido.vallana@vgb.org
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