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Erneuerbare Energien und Energiewirtschaftsgesetz - Wie sollte ein zukunftsfähiges Energieversorgungssystem aussehen?
Prof. Rainer Frank Elsässer, E.ON Energie AG
Auszug
Ein zukunftsfähiges Energieversorgungssystem beruht auf der gleichrangigen Berücksichtigung von Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Versorgungssicherheit bedeutet dabei nicht nur die langfristig sichere Verfügbarkeit von Brennstoffen wie Kohle, Uran oder Erdgas. Wichtig ist auch eine Netz- und Erzeugungsinfrastruktur, die eine sichere und zuverlässige Versorgung gewährleisten kann. Deutschland hat hier heute einen sehr hohen Standard.
Das Kriterium Wirtschaftlichkeit zielt auf marktfähige und angemessene Strompreise. Staatlich veranlasste Zuschläge wie Umlagen zur Förderung erneuerbarer Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung, Ökosteuern und Konzessionsabgaben sowie Kosten aus der Verknappung von CO2-Emissionsrechten und schließlich die Mehrwertsteuer wirken dem entgegen. Ihr Anteil hat sich in den letzten Jahren beim Haushaltsstrom auf etwa 40 % verdoppelt, wodurch die Vorteile der Strommarktliberalisierung kaum noch beim Verbraucher ankommen. Dieser hohe Staatsanteil ist europaweit fast einmalig.
Die Umweltverträglichkeit verlangt einen verantwortungsbewussten Einsatz der verfügbaren Ressourcen. Dazu zählen effiziente Kohlekraftwerke mit moderner Rauchgasreinigung, hocheffiziente Gasturbinen-Kombikraftwerke und die CO2-freie Kernenergie ebenso wie ein vernünftiger Anteil erneuerbarer Energien. Erst ein optimales Zusammenspiel dieser einzelnen Erzeugungsarten ermöglicht es, die Stromversorgung sicher, wirtschaftlich und umweltverträglich zu gestalten.
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