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"Thematic Strategy on Air Pollution" verabschiedet - Regelungen für PM 2,5
Am 21. September 2005 hat die Kommission einen Vorschlag für eine „Thematic Strategy on Air Pollution“ verabschiedet. Mit dieser Strategie sollen die Probleme der gesundheitlichen Beeinträchtigung der Bevölkerung durch Luftverunreinigungen sowie Probleme der Versauerung, Überdüngung und der Schäden durch bodennahes Ozon besser in den Griff bekommen werden, da die gegenwärtigen Regelungen dieses nicht in ausreichendem Maße gewährleisten.
Gemäß der Strategie sollen von 2000 bis 2020 in der EU die Emissionen an SO2 um 82 %, von NOx um 60 %, von VOC um 51 %, von Ammoniak um 27 % und von PM 2,5 um 59 % verringert werden.
Zur Umsetzung der Strategie wird u. a. die gegenwärtige Gesetzgebung zur Luftreinhaltung überarbeitet:
- Das Regelwerk wird "verschlankt", in dem die Luftqualitäts-Rahmenrichtlinie, die ersten drei Tochter-Richtlinien hierzu sowie eine Entscheidung über den Informationsaustausch zu einer Richtlinie (Entwurfsdatum der Richtlinie ebenfalls der 21. September 2005) zusammengefasst werden.
- Es werden Regelungen für PM 2,5 aufgenommen.
An den Grenzwerten der ersten drei Tochter-Richtlinien (SO2, NO2, NOx, PM 10, Pb, Benzol, CO, Ozon) wird sich nichts ändern; der bisher vorgesehene Zeitpunkt ihrer Einhaltung kann unter bestimmten Umständen verschoben werden.
Für PM 2,5 ist bis 2010 ein „concentration cap“ von 25 µg/m³ einzuhalten (dieser Wert soll etwa dem PM10-Grenzwert von 40 µg/m³ entsprechen), mit einer Toleranzmarge von 20 %, die unter bestimmten Bedingungen bis spätestens 2015 auf 0 % zu reduzieren ist. Für den Zeitraum nach 2010 ist ein „exposure reduction target“ vorgesehen, gemäß dem an allen Messstellen bis 2020 die Konzentration an PM 2,5 um 20 % zurückgegangen sein muss; diese Vorgabe ist allerdings nicht gesetzlich verpflichtend.
Weiterhin soll die Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen für bestimmte Luftschadstoffe (NEC-Richtlinie) novelliert werden. Zusätzlich zu einer beabsichtigten Reduzierung der bestehenden Emissionshöchstmengen für SO2, NOx, VOC und NH3 werden Obergrenzen für PM 2,5 neu eingeführt.
In 2006 soll mit diesem Projekt begonnen werden.
http://europa.eu.int/comm/environment/air/cafe/index.htm
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