Kurzfassungen - VGB PowerTech Journal 6/2004

Das neue Pumpspeicherwerk Goldisthal

R. Hassa und W. Bogenrieder

Nach 6-jähriger Bauzeit hat Vattenfall Europe das 1060 MW-Pumpspeicherwerk Goldisthal im Thüringer Wald in Betrieb genommen und verfügt damit über das sowohl nach Leistung als auch nach Arbeitsvermögen größte Pumpspeicherwerk Deutschlands und über eines der modernsten seiner Art in Europa. Goldisthal repräsentiert auf allen Fachgebieten den aktuellen Stand der Technik oder hat diesen an einigen Stellen weiterentwickelt bzw. neu definiert. Im Beitrag wird ein Überblick zu Projekt-Konzept, Genehmigungsverfahren, Bau- und Inbetriebsetzungsablauf sowie ersten Betriebserfahrungen gegeben.

Das neue Pumpspeicherwerk Goldisthal

R. Hassa und W. Bogenrieder

Nach 6-jähriger Bauzeit hat Vattenfall Europe das 1060 MW-Pumpspeicherwerk Goldisthal im Thüringer Wald in Betrieb genommen und verfügt damit über das sowohl nach Leistung als auch nach Arbeitsvermögen größte Pumpspeicherwerk Deutschlands und über eines der modernsten seiner Art in Europa. Goldisthal repräsentiert auf allen Fachgebieten den aktuellen Stand der Technik oder hat diesen an einigen Stellen weiterentwickelt bzw. neu definiert. Im Beitrag wird ein Überblick zu Projekt-Konzept, Genehmigungsverfahren, Bau- und Inbetriebsetzungsablauf sowie ersten Betriebserfahrungen gegeben.

Kohle, Biomasse und Wind - Erfahrungen aus dem dänischen Elektrizitätsmarkt

H. Noppenau

Auf Basis der Erfahrungen mit dem Betrieb des Kraftwerks Avedore 2, einer 585 MW Vielbrennstoffanlage, und dem Nysted Offshore-Windpark werden die Stromerzeugungskosten und die CO2-Vermeidungskosten kalkuliert. Es wird gezeigt, dass eine Kombination von kohlengefeuerten Kraftwerken und Offshore-Windkraftanlagen die niedrigsten CO2-Vermeidungskosten aufweist.

Umgang mit Klärschlamm und den bei der Verbrennung entstehenden Reststoffen

M. Mineur

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass die Entsorgung von Klärschlamm auf Deponien ein Auslaufmodell darstellt und die landwirtschaftliche Verwertung zunehmend kritischen Stimmen ausgesetzt ist. Um so mehr wird die Verbrennung von Klärschlamm propagiert. Dazu stehen neben den klassischen Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen zunehmend auch die Braunkohlekraftwerke und Müllverbrennungsanlagen zur Verfügung. Im Beitrag wird dargestellt, welche Reststoffe entstehen und welche Entsorgungswege gewählt wurden, auch am Beispiel der Klärschlammverbrennungsanlage VERA in Hamburg.

Knowledge Management, am Beispiel des Betreibens von Wasserkraftwerken

S. Demel und P. Neunhoeffer

Als Industriebetrieb am Beginn des 21sten Jahrhunderts findet man sich heute in einem Spannungsfeld wieder, das primär durch die sich immer rascher ändernden Markt- und Rahmenbedingungen bestimmt wird. Heute sind es mehr und mehr rechtliche wie auch umweltbezogene Fragestellungen, die innovative Bewältigungsstrategien erfordern und dabei technische Themen in den Schatten stellen. Das Know-how, die Handhabung wie auch die Weitergabe desselben wird zu einem der zentralen Themen, um auch in Zukunft in einem liberalisierten Markt reüssieren zu können. Anhand des Lösungsansatzes der VERBUND-Austrian Hydro Power AG zum Thema Knowledge Management, der Datenbankanwendung FORELLE, soll gezeigt werden, dass es durchaus innovative Ideen gibt.

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie und die potenziellen Auswirkungen auf die Wasserkraft in Europa

H. Schröfelbauer und O. Pirker

Mit der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union (EU-WRRL), welche im Dezember 2000 in Kraft getreten ist, wurde ein neuer Ordnungsrahmen für eine einheitliche Wasserpolitik in Europa geschaffen. Die Richtlinie setzt eindeutige Ziele, die jedoch eine klare ökologische Ausrichtung erkennen lassen, und gibt für die nationale Umsetzung einen überaus ambitionierten Zeitplan vor. Für Gewässernutzungen bedeutet dies eine unsichere Zukunft. Die Wasserrahmenrichtlinie ist in ihrer derzeitigen Ausprägung als Ausdruck einer ökologisch orientierten Wertvorstellung der Gesellschaft zu sehen. Bei der nationalen Umsetzung ist es dennoch wichtig, die nationalen Besonderheiten bei der Gewässernutzung auch in ökonomischer Hinsicht entsprechend zu berücksichtigen.

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie - Umsetzungsfolgen bei Wasserkraftanlagen

G. Schiller

Die Auswirkungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie auf den Betrieb, die Erhaltung und den Neubau von Wasserkraftwerken werden diskutiert. Es wird gezeigt, dass die rein auf den Schutz der Gewässer ausgerichtete Wasserrahmenrichtlinie eine erhebliche Bedrohung der Nutzung der erneuerbaren Energiequelle Wasserkraft darstellt. Es wird von der Art und dem Ausmaß der Maßnahmen in den nationalen Gewässerbewirtschaftungsplänen abhängen, inwieweit die Wasserrahmenrichtlinie die Wasserkraft in Europa als erneuerbare und daher in anderen Richtlinien der EU unterstützte Energieform in Frage stellt. Eine Reduzierung des vorhandenen Potentials kann nicht ausgeschlossen werden.

Verwendung von Brennstoffzusätzen in mit Holz und Holzabfällen gefeuerten Kesseln zur Reduzierung von Korrosion und Verschmutzung

Pamela Henderson, Ch. Andersson und H. Kassman

Ein Nachteil beim Einsatz von 100 % Biomasse in konventionellen Dampfkesseln von Kraftwerksanlagen liegt in der erhöhten Verschmutzung und Korrosion der Überhitzer. Der Beitrag befasst sich mit Brennstoffzusätzen, die verwendet werden können, um den Einsatz von Biomasse durch Änderung der Chemie weniger problematisch zu machen und Korrosion wie Verschmutzung vorzubeugen. Versuche in 1:1-Maßstab sind in mit Holz und Holzabfällen gefeuerten 35 MW- und 105 MW-Wärmekraftwerken durchgeführt worden.

Mitverbrennung von unbehandelter Biomasse in einem 600 MWe kohlegefeuerten Dampferzeuger

A. van Dijsseldonk, A. Korthout, Th. Krause, Th. Pistorius

Mit dem Kyoto-Vertrag vom 10. Dezember 1997 wurde ein weltweites Abkommen geschlossen, dass die Reduzierung der Emissionen durch die sechs wichtigsten Treibhausgase vorsieht. Nach ausführlichen Diskussionen mit dem niederländischen Gesetzgeber entschlossen sich die niederländischen Stromerzeuger,die Emissionsgrenzen in einem festgesetzten Zeitraum zu senken. Für Essent Energie BV als Eigner der Kraftwerksanlage Amer bedeutete das Abkommen eine Reduzierung der jährlichen CO2 Emission um 1 Mio. Tonnen durch den teilweisen Ersatz des Brennstoffs Kohle durch Biomasse. Aktivitäten zur CO2-Reduzierung durch eine gemeinsame Verbrennung von Kohle und Biomasse werden vorgestellt.

Nutzung von Biomasse zur Energiebereitstellung in Deutschland

A. Wiese, E.C. von Hermanni, M. Drosch und W. Ortmanns

Biogene Stoffe tragen mit einem Anteil von etwa 1,8 % nur zu einem geringen Anteil am Primärenergieverbrauch in Deutschland bei. Grund hierfür ist die gegenüber der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen häufig nicht gegebene Wirtschaftlichkeit. Aufgrund des vorhandenen Mengenpotenzials kann durch den verstärkten Einsatz von Bio-Brennstoffen jedoch ein wesentlich höherer Anteil an der Energieerzeugung abgedeckt werden.

VGB PowerTech Journal 6/2004