PT 07

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Kann Abfall als Brennstoff einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung leisten?
Grundmann, Jan; May, Frank
Das in Deutschland aus Abfall zur Verfügung stehende Brennstoffpotential könnte theoretisch rund 5 % des Strombedarfs decken. Brennstoffbedingt eignet sich Abfallbrennstoff vorzugsweise für KWK-Konzepte. Die aktuell bestehenden Engpässe bei der energetischen Verwertung heizwertreicher Abfallfraktionen werden durch die Entwicklung zahlreicher neuer Projekte zur energetischen Verwertung bald geschlossen sein. Diese Projekte werden häufig in enger Zusammenarbeit mit industriellen Energiekunden mit dem Ziel einer langfristig planbaren Versorgung entwickelt.

 

Ein Jahr TA Siedlungsabfall umgesetzt
Radde, Claus-André
Mit der Umsetzung der Abfallablagerungsverordnung ist am 1. Juni 2005 die Ablagerung unbehandelter Abfälle fristgerecht vollzogen worden und unumkehrbar. Die Entsorgung von Haus- und Sperrmüll ist im Wesentlichen sichergestellt und sollte sich in Folge der Fertigstellung weiterer Behandlungskapazitäten in nächster Zeit stabilisieren. Größere Probleme bestehen bei der Entsorgung von heizwertreichen Gewerbeabfällen und Sortierresten. Spürbare Entlastungen sind aufgrund der in Angriff genommenen Maßnahmen aber sicher nicht vor 2007 zu erwarten.

 

Flexibles Stoffstrommanagement bei der AVA Augsburg
Stenzel, Michael; Stephan, Martin
Ausgelöst durch das Deponierungsverbot entstand ab Mitte 2005 bei der AVA Abfallverwertung Augsburg GmbH (AVA) Handlungsbedarf, Abfälle während einer Revision des Abfallheizkraftwerks kurzfristig umzuleiten, teilweise auf der eigenen Anlage ballieren zu lassen und anschließend auf einer nahe liegenden Deponie zwischenzulagern. Dementsprechend mussten alle Mengenströme überwacht und mit einer entsprechend flexiblen IT-Lösung erfasst werden.

 

Optimierung des MHW Bremen auf Basis von CFD-Simulationen und Betriebserfahrungen nach dem Umbau
Klasen,Thomas; Görner, Klaus; Auel, Werner; Sudau, Bernd
Zur Erhöhung der Entsorgungssicherheit des anfallenden Abfalls wurden die seit 1969 in Betrieb befindlichen Verbrennungslinien 2 und 3 des MHW Bremen im Rahmen von Modernisierungen saniert. Neben der Anpassung von Anlagenkomponenten war vor allem der Austausch der vorhandenen Walzenrostfeuerung durch eine neue wassergekühlte Vorschubrostfeuerung Schwerpunkt. Die Modernisierung erfolgte auch nach einer Simulationsstudie mit CFD-Optimierung. Erste Messwerte ließen bereits sehr gute verbrennungstechnische Resultate erkennen. Die für das Endkonzept vorhergesagten Werte wurden bestätigt.

 

Instandhaltungs-(IH-)Planungs- und -Dokumentation mit dem WIS-System
Griedl, Rainer; Buschart, Rufus
Die Abkürzung „WIS“ steht für „Wissensintegration in der Instandhaltung (IH)“. IH-relevantes Wissen wird zusammengeführt und bereitgestellt. Die Umsetzung am Kraftwerksstandort erfolgt durch ein DV-System, welches den gesamten Prozess unterstützt. Für eine treffsichere IH-Entscheidung an einer Kraftwerkskomponente werden die dafür benötigten Informationen im WIS-System hinterlegt. Die Durchführung der Arbeiten und die Dokumentation der IH-Ergebnisse folgt so genannten Berichtsvorlagen (IH-Anweisungen), die schon im Vorfeld im System definiert und den jeweiligen Komponenten zugeordnet werden.


Schnittstellenfreie Komplettrevision des 110-MW-Bahnstrom-Turbosatzes im STEAG Kraftwerk Lünen
Fink, Harald; Frense, Stephan
Das Kraftwerk Lünen der STEAG AG setzt zur Optimierung der Kraftwerksleistung auf einen bewährten Revisionszyklus, abgestimmt auf die Fahrweise des Blocks, bei ständiger Überwachung durch das Betriebspersonal. Der Verlauf der Turbosatz-Komplettrevision in der Zeit vom 1. April bis zum 5. August 2005 zeigt, wie der Konsens zwischen Betreiber und Service-Unternehmen mit allen beteiligten Fachbereichen eine reibungslose und schnittstellenfreie Abwicklung – von der Planung bis zur Inbetriebnahme und Dokumentation – gewährleistet.

 

Thermische Spritzschichten zur Minderung von Schadensfällen durch Korrosion und Erosion
Schülein, Rüdiger W., Born Manfred, Korb Jürgen
Der Schutz von Dampferzeugerrohren vor Korrosion und Erosion durch resistente Beschichtungen ist die wirksamste Form, um ausreichende Standzeiten zu gewährleisten. Die Auftragsschweißung gehört zu den bewährten Schutzmaßnahmen. Alternative Verfahren sind aufgrund der Belastungen und Kosten interessant. Mit thermischen Spritzschichten zur Vorsorge gegen Schäden durch Korrosion und Erosion auf beanspruchten Bauteile, beispielsweise von Dampferzeugern und -turbinen, bestehen bereits umfangreiche Erfahrungen. Möglichen Verfahrensvarianten und die wichtigen Eigenschaften solcher Spritzschichten werden dargestellt.

 

Vor-Ort-Beurteilung von schmutzabweisenden Beschichtungen zum Schutz von Kühlkreisläufen gegen Makroorganismen
Verelst, Lieve; Girasa Emmanuel, De Vries Tjerk
Der Befall von Kühlkreisläufen in Kraftwerken durch Makroorganismen erfolgt im Allgemeinen durch Biozide, Wärmeschocks, Feinfiltrierung oder die Anwendung von toxischen, schmutzabweisenden Anstrichen. Ungiftige, schmutzabweisende Beschichtungen könnten eine präventive, umweltfreundliche und kostengünstige Technik sein, um den Befall von Kühlkreisen zu verhindern. Seit 2002 führt Laborelec eine Testreihe mit fünf verschiedenen im Handel erhältlichen Beschichtungen durch, deren Ergebnisse vorgestellt werden. (EN)

 

Mehrjährige Betriebserfahrungen
mit Dead-end-Ultrafiltration zur Aufbereitung von Oberflächenwasser
Nagel, Rolf; Will, Thomas
Die Ultrafiltration gewinnt in der Vorbehandlung für Umkehrosmoseanlagen, vor allem bei der Verwendung von Oberflächenwässern bzw. oberflächennahen Rohwässern, immer mehr an Bedeutung. Dieser Beitrag erläutert die Technologie der Dead-end-Ultrafiltration. Die Rückhaltung verschiedener Inhaltsstoffe, wie beispielsweise TOC, wird betrachtet. Der Einfluss der Vorbehandlung auf eine nachgeschaltete Umkehrosmose wird im Vergleich konventioneller Technologien mit der Ultrafiltration dargestellt und anhand von Betriebsergebnissen erläutert.

 

Dampfeinspritzung – Mögliche Probleme und ihre Lösungen
Boroumandi, Behzad
Die Dampfeinspritzung zählt zu den effizientesten und am weitesten verbreiteten Methoden zur Regelung der Überhitzer- und Zwischenüberhitzertemperatur in Kraftwerkskesseln. In dem vorliegendem Beitrag werden die Ergebnisse und Erfahrungen dargestellt, die mit der Dampfeinspritzung und den damit verbundenen Problemen im Kraftwerk Neka/Iran gemacht wurden. Es werden zwei Fallstudien vorgestellt, ergänzt durch Empfehlungen zu Revisionen an Dampfeinspritzern. (EN)

 

Praktische Anwendungen der Bruchmechanik in der Kraftwerkstechnik
Theilig, Holger
Die Betriebserfahrungen mit Kraftwerksanlagen zeigen, dass auftretende Schäden an Bauteilen die Sicherheit und Verfügbarkeit erheblich beeinflussen können. Technisch begründete Aussagen zu Austausch, Reparatur oder gegebenenfalls befristetem Weiterbetrieb von schadhaften Bauteilen sind deshalb unabdingbarer Bestandteil einer sicheren und wirtschaftlichen Betriebsführung. Es soll mit dem Beitrag zu einer verstärkten Anwendung bruchmechanischer Konzepte bei der Planung und Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen anregt werden.

 

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im modernen Kraftwerksbetrieb – neue Inhalte der Kraftwerksmeisterausbildung
Kettler, Eckhard; Bieder; Markus
Das Kraftwerkspersonal muss sich heute neuen, ungewohnten fachlichen und organisatorischen Anforderungen stellen. Dieser Veränderungsprozess hat auch vor der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz im Kraftwerksbetrieb nicht Halt gemacht. Bei den Energieversorgungsunternehmen stehen die Ziele von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz nicht im Widerspruch zu den Unternehmenszielen, vielmehr sind sie integraler Bestandteil der Führungskultur.