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PT 10

Wasserkraft: Herausforderungen in Europa – Kurzfassung
Vogien, Michel; Sistenich, Hans Peter
In der EU 25, wo andere regenerative Energien intensiv gefördert werden, kommen immer noch rd. drei Viertel der regenerativen Erzeugung aus der Wasserkraft. Das VGB Steering Committee Hydropower repräsentiert 20 Gesellschaften aus neun europäischen Ländern, die zusammen etwa 45.000 MW Wasserkraft betreiben. Auf Grundlage dieses breiten Wasserkraft-Know-hows beschreibt der Artikel die Herausforderungen der Wasserkraft in Europa. (EN)

 

Perspektiven der Geothermie aus der Sicht eines Energieversorgers
Kölbel, Thomas; Kessler, Alois; Göttlicher, Gerold; König, Regina, Benz, Jochen
Erfahrungen aus internationalen Geothermie-Projekten zeigen das beträchtliche Potenzial der Geothermie zur Wärme- und Stromerzeugung. 2005 waren weltweit 468 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 8.910 MW zur Stromerzeugung im Einsatz. Die Erschließung des geothermischen Potenzials scheint prinzipiell auch in Deutschland realisierbar zu sein. Zur Optimierung der Anlagentechnik sind weitere umfangreiche Forschungs- und Demonstrationsvorhaben notwendig.

 

Netzanschlussbedingungen für Windparks in Europa
Schlünder, Manuel; Koschinsky Markus
Mit der heutzutage stetig zunehmenden Energieerzeugung aus Wind und der daraus resultierenden zunehmenden Größe einzelner Windparks (insbesondere Offshore-Windparks) erfolgen auch zunehmend Netzanschlüsse direkt an die Hoch- und Höchstspannungsnetze. Angesichts dieser Tatsache ist für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb das Verhalten der Windenergieanlagen (WEA) bei Störungen im Netz neu zu definieren. Diese Anforderungen werden in entsprechend angepassten Regelwerken, sogenannten Netzanschlussregeln (Grid Codes) beschrieben. (EN)

 

Das Biomasse-Heizkraftwerk Ulm – Konzept, Umsetzung und Bürgerbeteiligung
Humboldt, Peter
Die FERNWÄRME ULM GMBH (FUG) betreibt neben dem Heizkraftwerk in der Ulmer Innenstadt zwei Heizwerke. Zur Fernwärmeversorgung unterhält sie ein ca. 140 km langes Leitungsnetz und deckt damit über 40 % des Raumwärmebedarfes der Stadt Ulm ab. Verbrannt werden bei der FUG Steinkohle, Altholz, naturbelassenes Holz, Erdgas und leichtes Heizöl. Das neue Biomasseheizkraftwerk ersetzt fossile Brennstoffe durch den regenerativen Brennstoff Holz.

 

Aktivitäten und Strategien im Bereich der Windenergienutzung
Steinfeld, Peter
Im Beitrag werden Aktivitäten und Strategien für den Einsatz von Windkraftanlagen unter technischen und Martkbedingungen für Deutschland und Europa vorgestellt und diskutiert.

 

Das Lausitzer Braunkohlenrevier - ein Verbundsystem moderner wettbewerbsfähiger Tagebaue
The Lusatian Lignite Area - An Integrated System of Modern and Competetive Opencast Mines
Dähnert, Detlev; Ketzmer, Wolfgang
Eine langfristige Tagebauentwicklung ist immer in einem Zeitraum von über vierzig Jahren zu sehen. Mit den leistungsstarken und wettbewerbsfähigen Tagebauen des Lausitzer Reviers wird langfristig eine jährliche Kohleförderung von rd. 60 Mio. t abgesichert. Im Jahrd 2010 wird der Tagebau Reichwalde die Kohleförderung wieder aufnehmen. Im gleichen Jahr geht am Standort Boxberg ein moderner 675-MW-Braunkohleblock in Betrieb. Am Standort Schwarze Pumpe wurde mit der Grundsteinlegung für eine Oxyfuel-Pilotanlage ein wichtiger Schritt in Richtung dieser CO2-freien Kraftwerkstechnologie getan.

 

Mitverbrennung im 400-MW-Kraftwerk Borssele/Niederlande
Dekker,Ron; Mastrigt, Roald van
Aufgrund gesetzgeberischer Auflagen und Rahmenbedingungen wurde das kohlebefeuerte Kraftwerk Borssele der N.V. Elektriciteits-Productiemaatschappij Zuid-Nederland (EPZ) in eine Multibrennstoff-Anlage umgewandelt. Abhängig von der Zusammensetzung des Brennstoffs sind kurzfristige Auswirkungen (z.B. Nebenprodukte, Emissionen, Wirkungsgrad) sowie langfristige Probleme (Korrosion, Vergiftung des DENOX-Katalysators) zu berücksichtigen. Der vorliegende Beitrag beschreibt die bei EPZ gemachten Erfahrungen.

 

Konzeptüberlegungen bezüglich der Auswirkungen des Oxy-Fuel-Prozesses auf konventionelle Kraftwerksanlagen
Gericke, Bernd; Kuzmanovski, Pavle, Nassauer, Konrad
Die Machbarkeit eines Konzeptes zur CO2-Abscheidung unter Beachtung geringster Wirkungsgradverluste des Kraftwerksprozesses wird aufgezeigt. Dies wird durch die Integration effektiver Turbomaschinen in den Oxy-Fuel Prozess bei gleichzeitiger Verstromung des Abwärmepotenzials des Luftverdichters und der Rauchgaskondensation erreicht.

 

OXYCOAL-AC - Innovative Herausforderungen für eine saubere Lösung der zukünftigen Kohleverstromung
Kneer, Reinhold; Förster, Malte; Abel, Dirk; Maier, Horst R.; Modigell, Michael, Niehuis, Reinhard; Peters, Norbert
Das in einem Kraftwerk bei der Verbrennung entstehende CO2 lässt sich am einfachsten abfangen, wenn bei der Verbrennung Sauerstoff anstelle von Luft verwendet wird. Als wirtschaftliches Verfahren der Sauerstoffgewinnung bietet sich die Luftzerlegung mit einer Keramikmembran (Perowskit) an, die eine effiziente Sauerstoffanreicherung zulässt. Zur Entwicklung und Realisierung dieses Verfahrens unter dem Titel OXYCOAL-AC arbeiten sechs Institute der RWTH-Aachen zusammen mit Industrieunternehmen mit öffentlicher Förderung.

 

Standardisierung elektrotechnischer Großkomponenten unter dem Gesichtspunkt des anstehenden Kraftwerks-Erneuerungsprogramms
Wittner, Stephan
Im Kraftwerksbereich ist eine Vielzahl von Schlüsselkomponenten enthalten deren Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit für den Kraftwerksprozess essenziell sind. Die Reserveteilhaltung/Austauschbarkeit von Schlüsselkomponenten tritt als Folge aktueller Ereignisse im Zusammenhang mit dem anstehenden Kraftwerkserneuerungsprogramm verstärkt in den Vordergrund. Seitens des Kraftwerksbetreibers ist eine Abwägung des wirtschaftlichen Schadens unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Reparatur- bzw. Wiederbeschaffungszeit sowie der Investitionskosten der Ersatzkomponenten zu treffen und eine Optimierung herbeizuführen. (EN)

 

Einsatz von Datamining-Methoden zur Prozess- und Instandhaltungsoptimierung von Energieerzeugungs- und Abfallverbrennungsanlagen
Bruinsma, Alexandra; Fahlenkamp, Hans; Schinacher, Matthias
Datamining ist ein Verfahren, mit dem aus der Vielzahl der erfassten Prozessdaten von verfahrenstechnischen Anlagen gezielte Maßnahmen zur Optimierung abgeleitet werden können. So können nicht offensichtliche und dennoch signifikante Zusammenhänge zwischen den Daten des Prozesses und etwaigen Schadensfällen erkannt werden. Durch die Kopplung von Instandhaltungsdaten und Prozessdaten lassen sich Schäden und Störungen systematisch aufzeigen. Ziel ist es Stillstandzeiten zu reduzieren, Betriebsmittelverbräuche und Instandhaltungskosten spürbar zu senken.

 

Optimierte Leistungsfähigkeit von Oberflächenschutzsystemen in Naturzugkühltürmen mit Abgaseinleitung
Engelfried, Robert; Brandt, Norbert; Titze, Bernd
In Braunkohlekraftwerken sind in den 80er- und 90er-Jahren im Zuge der Nachrüstung und auch Neubauten von Naturzugkühltürmen zum Schutz gegen den sauren Angriff durch Schwaden-Abgaskondensat aus den REAs Epoxidbeschichtungen appliziert worden. Es liegen heute Erkenntnisse zum Verhalten von Beschichtungssystemen vor, die gegenüber Betriebs- und Umgebungseinwirkungen eine deutlich höhere Resistenz als die in den 90er Jahren zum Einsatz gelangten Epoxidsysteme aufweisen. Daraus ergibt sich eine deutliche Steigerung des Leistungsvermögens der Beschichtungssysteme.

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