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EU Technology Platform on Zero Emission Fossil Fuel Power Plants (ZEFFPP)

Launch am 1. Dezember 2005 in Brüssel

Auf Einladung und organisiert durch die EU-Kommission – Directorate of Research (DG RTD) - fand am 1. Dezember 2005 in Brüssel der offizielle Launch der Technology Platform on Zero Emissions Fossil Fuel Power Plants statt. Mit dem Launch ist nunmehr die Technologieplattform für die Beratung der EU auf dem Gebiet der Ausrichtung der Forschungsförderung für die CO2-freie Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern im Rahmen des 7. Framework Program für Research (FP7) mit Beginn 2007 etabliert. Erste indikative Informationen über die Höhe der zur Verfügung stehenden Fördermittel gehen von einem Betrag von 60 bis 70 Mio. € insgesamt aus (abhängig von der endgültigen Lösung der offenen EU-Finanzierungsfrage).

Ziel der EU ist es, mit Unterstützung der Technologie-Plattform die Voraussetzungen im Rahmen der weiterhin gesehenen Vorreiterrolle im weltweiten Klimaschutz und der Technologieentwicklung zu schaffen und ab 2020 die Technologie und die Rahmenbedingungen für eine CO2-freie Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern zur Verfügung zu haben.

In diesem Sinne wurde der Launch-Event durch das Kommissionsmitglied Potocnik eröffnet.

Weitere Keynote-Speakers waren für die derzeitige EU-Präsidentschaft Ms. Joan MacNaughton DTI, Mr. Jerzy Buzek, MEP und Rapporteur für FP7, Mr. van der Veer, Roal Dutch Shell für die Öl- und Gasindustrie, Mr. Billfalk, Vattenfall Schweden, für die Stromerzeuger, Mr. Chardon, Alstom Frank-reich für die Herstellereindustrie, Mr. Apert CFT (Cleaner Fossil Fuel Technology) für die Forschung und Mr. Leipolt, Greenpeace International, für die NGO’s.
Als Vertreter der Technologieplattform hielt Mr. Häge, Vattenfall Europe, als Chairman des Advisory Councils der TP ein kurzes Einführungsstatement.

Die Inhalte aller Statements lassen sich zu der Grundaussage zusammenfassen, dass mit zunehmender Erdatmosphärenerwärmung und den daraus abgeleiteten Folgen des Klimawandels sowohl die Politik als auch die Industrie die Notwendigkeit sieht, entsprechende Technologien zur CO2-armen bis -freien Stromerzeugung zu entwickeln.

In Nuancen präsentierten in diesem Zusammenhang die Vertreter von Vattenfall, Shell sowie Alstom die bisher erfolgten Maßnahmen und Möglichkeiten im gesamten Spektrum der jeweiligen Unternehmensaktivitäten. Die Forschungsseite betonte insbesondere die noch offenen Fragen der CO2-Speicherung und damit auch als die kritische zu lösende Aufgabe. Mr. Buzek, MEP und ehemaliger polnischer Ministerpräsident, verwies speziell auf den hohen Nachholbedarf bei der Effizienzsteigerung der kohlebasierten Stromerzeugung in den mitteleuropäischen Beitrittsländern mit Schwerpunkt auf der Nachrüstung existierender Kraftwerke.

Die Haltung von Greenpeace und damit wohl auch die der NGOs insgesamt ist dadurch gekennzeichnet, dass Greenpeace die Energierevolution fordert und die CO2-freie Stromerzeugung allenfalls als Übergangstechnologie bereit ist zu betrachten. Grundsätzlich wird seitens Greenpeace von Anfang an die Umweltverträglichkeit der CO2-Speicherung angezweifelt. Neue fossil-gefeuerte Kraftwerke ohne CO2-Abtrennung werden abgelehnt.

Die Technologieplattform ist vom Selbstverständnis her industriegetrieben. Die Plattform gliedert sich in:

  1. einen Advisory Council mit Vertretern aller Stakeholder aus Wirtschaft (Power Generators, Zulie-ferer, Öl- und Gasindustrie), Forschung, NGOs und der EU-Kommission
  2. fünf Arbeitsgruppen für a) Kraftwerke und CO2-Abtrennung, b) CO2-Nutzung und Speicherung, c) Infrastruktur und Umwelt, d) Markt, Regulierung und Politik und e) Kommunikation und öffent-liche Akzeptanz

Gesteuert wird die TP durch eine Koordinierungsgruppe mit Vertretern des Advisory Councils und den Co-Leads der fünf Arbeitsgruppen. Begleitet wird die TP durch Verbände und die jeweiligen Vertreter der nationalen Regierungen der EU-Mitgliedsländer - der sogenannten Mirror-Group.

Die Interessen der europäischen Stromerzeuger insgesamt sind im Advisory Council durch Herrn Häge, Vattenfall Europe, als Chairman, Herrn Fischer, E.ON Energie, Herrn Lambertz, RWE, Mos-bech, ENERGI E2 A/S, Herr de Michele, ENEL und Herr Sabugal Garcia, ENDESA Generacion, gut repräsentiert.

Die Arbeitsgruppe ’Plant and CO2 Capture’ wird von zwei Betreiber-Vertretern (RWE, Vattenfall) geleitet, ebenso wie die Arbeitsgruppe Markt, Regulierung und Politik (EDF), wobei die geforderte Wahrung der Ausgewogenheit der Besetzung mit Vertreten der europäischen Industriegruppen und Nationalitäten gegeben ist.

Erstes Ziel der TP ist es, bis Mitte 2006 eine sogenannte Strategic Research Agenda und eine Deployment (Umsetzungs-) Strategie für CO2-freie fossil-gestützte Stromerzeugung zu erarbeiten, welche dann der EU vorgestellt wird.

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