Nachweis der Langzeiteigenschaften von Schweißverbindungen moderner Stähle für den Dampferzeuger im Bereich bis 620 °C

Projektnummer 197

Um das Potential der neuen Stählen (E 911, 7CroMoV TIB1010, 1.4910), die für den Einsatz von Großdampferzeugern mit hohen Wirkungsgraden für die Dampferzeugerkomponenten "Membranwand" und "Überhitzeraustrittssammler" entwickelt wurde, besser ausnutzen zu können, ergibt sich die Notwendigkeit, ihre Schweißverbindungen zu optimieren und zu qualifizieren.

Dazu ist eine abgesicherte Datenbasis nötig, die über folgende Schritte realisiert werden soll:

Dieses Projekt wird federführend von der Staatlichen Materialprüfungsanstalt (MPA) der Universität Stuttgart, Prof. Eberhard Roos, in Zusammenarbeit mit drei Dampferzeuger-Herstellerfirmen bearbeitet. Die Arbeiten sind die Fortsetzung eines früheren Vorhabens "Qualifizierung von Werkstoffen zum Einsatz in Dampferzeugeranlagen mit erhöhten Wirkungsgraden", das von VGB unter der Projektnummer 136 mitgefördert wurde. Damit soll eine statistische Absicherung der früheren Ergebnisse und eine Erkenntnis über Festigkeitskennwerte erreicht werden. Insgesamt werden Grundlagen für die Auslegung und Erschöpfungsanalyse von Schweißverbindungen für die Zulassung der Werkstoffe bei zukünftig zu bauenden Kraftwerken gewonnen. Die Ergebnisse sollen Eingang in das Regelwerk finden.

Das Projekt wird unter der Projektnummer 129 maßgeblich aus Mitteln der Forschungsvereinigung der Arbeitsgemeinschaft der Eisen und Metall verarbeitenden Industrie e. V. (AVIF) finanziert. Seitens VGB wird es vom VGB-Fachausschuss "Werkstoffe und Qualitätssicherung" betreut und im Rahmen des VGB-Forschungsschwerpunktes "Neue Werkstoffe für Kraftwerke" (NWK) koordiniert.