Gemeinsame Verwendung von Silikastaub und Flugasche

Projektnummer 206

Inwieweit Flugasche aus steinkohlengefeuerten Kraftwerken für die Herstellung von Hochleistungsbetonen zum Einsatz kommen kann, war bereits in mehreren vorlaufenden Forschungsprojekten des VGB-Schwerpunkt-Forschungsprogramms ERKOM untersucht worden, beispielsweise im Projekt 168.

Die gemeinsame Verwendung der beiden Betonzusatzstoffe "Silicastaub" und "Flugasche" kann dabei wesentliche Vorteile bringen. Die neue deutsche Betonnorm DIN 1045-2 07.99 erlaubt beispielsweise, beide Betonzusatzstoffe unter bestimmten Randbedingungen gemeinsam auf den Wasser-Zementwert anzurechnen. Ein wirtschaftlicher Vorteil ergibt sich aus der Möglichkeit, bei der Kombination dieser Zusatzstoffe den Mindestzementgehalt auf 270 kg/m3 zu reduzieren. Dabei muss allerdings, um eine ausreichende Alkalität der Feuchtigkeit in den Betonporen zu gewährleisten, abhängig von der Zementart und der Silicastaubzusatzmenge die Höchstmenge an Flugasche begrenzt werden.

Dieses ist derzeit nur unzureichend durch Versuchsdaten belegt und soll daher im Rahmen dieses Projektes zweifelsfrei geklärt werden.

Die Untersuchungen sollen in der Zeit bis 30. Juni 2001 am Institut für Bauforschung der RWTH Aachen, Prof. Wofgang Brameshuber, durchgeführt werden. Befürwortet und betreut wird das Projekt vom VGB-Arbeitskreis "Kraftwerksnebenprodukte".