Anrechenbarkeit von Flugasche für die Expositionsklasse XF2 - Tunnelbetone

Projektnummer 225

Zurzeit ist nach DIN 1045-2 07.01 die Anrechnung von Flugasche auf den äquivalenten Wasserzementwert bei Betonen der Expositionsklasse XF2 nicht zulässig. In der Praxis werden gerade solche Betone im Eingangsbereich von Tunnelinnenschalen eingesetzt, was jedoch eine Zustimmung im Einzelfall durch die jeweilige Bauaufsichtsbehörde des jeweiligen Bundeslandes notwendig macht. Nach Vorliegen einer Zustimmung für ein Referenzprojekt wäre jedoch die Aufnahme eines entsprechenden Abschnitts in die Leistungsverzeichnisse für Tunnelneubauten möglich.

Die Untersuchungen sollen im Wesentlichen Erkenntnisse über die Frost-Tausalz-Beständigkeit in der Expositionsklasse XF2 liefern. Daher liegt der Schwerpunkt auf der Bestimmung des Frost-Tausalz-Widerstandes im Alter von 56 Tagen. Ferner soll der kritische Sättigungsgrad der Betone bestimmt werden. Parallel zu den Dauerhaftigkeitsuntersuchungen wird die zeitliche Entwicklung der Druck- und Spaltzugfestigkeit der Betone nach Normlagerung erfasst.

Die Durchführung des Untersuchungsprogramms erlaubt eine Bewertung der Anrechenbarkeit von Flugasche für die Expositionsklasse XF2 nach DIN 1045-2 07.01, insbesondere in Beton für Tunnelinnenschalen im Portalbereich.

Das Projekt wird von Juli 2002 bis September 2003 unter der Leitung von Prof. W. Brameshuber am Institut für Bauforschung der RWTH Aachen durchgeführt. Der Arbeitskreis "Kraftwerksnebenprodukte" begleitet die Untersuchungen fachlich.