Studie zur Vermeidung einer betonschädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) durch Einsatz von Flugasche

Projektnummer 226

Bei der Herstellung von Betonen mit alkaliempfindlichen Zuschlägen ist nach der aktuellen Alkalirichtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (1997) ein oberer Grenzwert für den wirksamen Alkaligehalt aller Betonzusatzstoffe von 600 g/m3 Beton einzuhalten. Der wirksame Alkaligehalt von Flugasche ist mit 1/6 des Gesamtalkaligehaltes der Flugasche anzusetzen. Dieser Grenzwert lässt den Einsatz von Flugasche im selbstverdichtenden Beton mit den üblichen Dosierungen nicht mehr zu, d. h., bei der Herstellung von selbstverdichtendem Beton mit alkaliempfindlichen Zuschlägen ist Flugasche de facto ausgeschlossen.

Die Studie soll zu einer Neubewertung der wirksamen Alkalien in der Flugasche und damit zu einer Ausnutzung der positiven Wirkung von Flugasche im Hinblick auf die AKR führen. Die Ergebnisse dienen der Ausweitung des Flugascheeinsatzes in Betonen mit alkaliempfindlichen Zuschlägen.

Das Projekt wird von Juli bis November 2002 unter der Leitung von Prof. J. Stark am Institut für Baustoffkunde der Bauhaus-Universität Weimar durchgeführt. Der Arbeitskreis "Kraftwerksnebenprodukte" begleitet die Untersuchungen fachlich.