Untersuchungen von Kraftwerksabwässern mittels Fischeitest nach DIN 38415-6 im Hinblick auf Fischtoxizität

Projektnummer 227

Der bestehende Fischtest (DIN 38412 - L 31) ist ein wichtiger Parameter für die Festlegung der Abwasserabgabe.

Durch die Verordnung zur Änderung der Abwasserverordnung ist aus Gründen des Tierschutzes zur Bestimmung der Fischgiftigkeit von Abwässern der bestehende Goldorfentest (Test an lebenden Fischen) um einen Test an Fischeiern des Zebrabärblings ergänzt werden. Die Bestimmung der Fischtoxizität ist nach den Anhängen 33 und 47 der Abwasserverordnung erforderlich.

Nach den Kenntnissen des VGB-Fachausschusses "Gewässer- und Bodenschutz" ist jedoch die neue Methode bisher noch nicht mit Kraftwerksabwässern getestet worden. Dementsprechend wurden dem Gesetzgeber gegenüber Vorbehalte geäußert und die Prüfung der neuen Methode insbesondere auch mit typischen Calciumchlorid-haltigen Kraftwerksabwässern (REA-Abwasser) angekündigt.

Das Forschungsvorhaben soll der Erhebung einer sicheren Datengrundlage dienen und gewährleisten, dass der Fischeitest bei der Bestimmung der Fischtoxozität zuverlässig für Kraftwerke genutzt werden kann.

Das Projekt wird von August 2002 bis Oktober 2003 unter der Leitung von Dr. Thomas Meinelt am Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin, durchgeführt. An diesem Institut ist der Fischeitest zur DIN entwickelt worden. Am Hygiene-Institut des Ruhrgebiets in Gelsenkirchen werden die vergleichenden Tests an Goldorfen durchgeführt. Der Fachausschuss "Gewässer- und Bodenschutz" begleitet die Untersuchungen fachlich.