Strategiestudie zur Realisierung eines fossil befeuerten Kraftwerks mit hohem Wirkungsgrad

Projektnummer 232

Ab dem Jahr 2010 müssen aufgrund der vorhandenen Altersstruktur der in Betrieb befindlichen Anlagen rund 40.000 MW Kraftwerksleistung in Deutschland und rund 200.000 MW in Europa neu installiert werden.

VGB PowerTech e. V., als der europäische Verband für die Erzeugung von Strom und Wärme, hat daher im Verbund mit seinen Mitgliedsunternehmen die Kraftwerksinitiative Emax angeregt. Mit der Emax-Kraftwerksinitiative sollen die Planung, der Bau und der Betrieb eines 400MW-Demonstrationskraftwerkes mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 50 % bei gleichzeitig niedrigen Emissionswerten verwirklicht werden. Durch die Nutzung besonders hoher Dampfzustände (700 °C/720 °C/35 MPa), eines optimierten Kraftwerksprozesses sowie hochwertiger Materialien und Komponenten sollen der wirtschaftliche Betrieb neuer fossiler Kraftwerke verbessert und die spezifischen CO2-Emissionen um rund 25 % gesenkt werden. Bereits laufende Entwicklungsprogramme wie KOMET 650 und AD700 werden in die Emax-Kraftwerksinitiative mit eingebunden.

Damit der gewaltige Ersatzbedarf ab dem Jahr 2010 durch kommerzielle Folgeanlagen sicher umgesetzt werden kann, soll die 400MW-Demonstrationsanlage Ende des laufenden Jahrzehnts in Betrieb gehen.

Die Kraftwerksinitiative Emax wird von einem Kreis der europäischen Energieversorgungsunternehmen E.ON Energie AG, Electricité de France, EnBW Kraftwerke AG, Electrabel, ENEL Produzione, RWE Power AG, RWE Rheinbraun AG, Tech-wise A/S, Vattenfall und STEAG AG unterstützt.

In einem ersten Schritt wird von den Anlagenherstellern Alstom Power, Babcock Borsig Power und Siemens in einer Strategiestudie die Einbindung von Entwicklungsarbeiten des AD700-Vorhabens in das Gesamtkonzept Emax untersucht. Die Ergebnisse der Studie sollen im Januar 2003 vorliegen.