Alkalibindung in flugaschehaltigen Bindemitteln - Untersuchungen an Altproben

Projektnummer 244

Die Frage des Einflusses von SFA auf die chemische Zusammensetzung der Porenlösung von Betonen wurde vom Institut für Baustoffe der RWTH Aachen bereits in früheren Forschungsprojekten untersucht. Dabei wurden teilweise systematische chemische Untersuchungen der Probenlösungen durchgeführt, die auf eine Fixierung der Alkalien durch Flugaschezugabe hindeuten. Ergänzend fanden umfangreiche Charakterisierungen der Porenstruktur der zementgebundenen Systeme mittels Hg-Druckporosimetrie sowie die Bestimmung der Hydratationsfortschritte mit Thermogravimetrie und selektivem Lösen statt.

Zementstein-Probekörper aus diesen Projekten werden seit ihrer Herstellung vor sieben bis neun Jahren kontrolliert gelagert und können heute als Basis eines Langzeitversuches analysiert und ausgewertet werden.

Ziel der angestrebten Untersuchungen ist, den tatsächlichen Alkalihaushalt der flugaschehaltigen im Vergleich zu den flugaschefreien Zementsteinen zu ermitteln, der sich nach langer Lagerung entwickelt und somit quasi den Endzustand der Hydratation repräsentiert. Dafür werden aus den Altproben Porenlösungen gewonnen und analysiert. Parallel wird der Hydratationsfortschritt mittels Thermogravimetrie und Hg-Druckporosimetrie ermittelt.

Die Ergebnisse dienen der Bewertung der Alkalibindung und der Reaktivität von Flugasche in Betonen nach Langzeitlagerung.

Das Projekt ist dem VGB-Schwerpunktforschungsprogramm "Entsorgung von Kohlekraftwerken und Müllverbrennungsanlagen" (ERKOM) zugeordnet. Es wird ab Juni 2003 vom Institut für Baustoffe der RWTH Aachen unter der Projektleitung von Prof. Dr. Wolfgang Brameshuber durchgeführt und von einer Arbeitsgruppe des Arbeitskreises "Kraftwerksnebenprodukte" fachlich begleitet.