Flugaschebeton nach dem Prinzip gleicher Leistungsfähigkeit – Anrechenbarkeit als Performance-Konzept

Projektnummer 257

Für den Einsatz von Flugasche als Betonzusatzstoff werden in bestehenden Regelwerken Vorgaben zur Betonzusammensetzung bezüglich Mindestzementgehalt, maximaler Wasserzementwert sowie den daraus erfahrungsgemäß resultierenden Betonfestigkeitsklasse vorgegeben.

Reaktive Betonzusatzstoffe wie Flugasche (nach DIN EN 450 oder mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung) können bei einigen Anwendungen auf den Zementgehalt angerechnet werden, womit die Wirksamkeit der Flugasche teilweise berücksichtigt wird. Die Anrechnung erfolgt nach einem allgemeinen Ansatz, der empirisch aus der Festigkeit und Dauerhaftigkeit von Beton abgeleitet wurde und mit großen Sicherheiten belegt ist.

Eine Reihe von Schädigungsmechanismen oder besonderen Eigenschaften von Betonen hängen maßgeblich von Stofftransporten in und aus dem Beton und somit von dessen Porengefüge ab. Flugasche als Betonzusatzstoff kann bezüglich der Vermeidung einer entsprechenden Schädigung erheblich größere Wirksamkeiten erreichen.

Durch intensive Literatursichtung und Auswertungen der im Institut für Bauforschung durchgeführten Untersuchungen aus den letzten 30 Jahren, sowie aus laufenden Untersuchungen zu Sonderbetonen und gezielten Untersuchungen zur Schließung von Erkenntnislücken soll die Wirksamkeit von Flugasche in Beton für verschiedene Beanspruchungsfälle dargestellt werden. Darauf aufbauend soll ein neues Konzept zur Bewertung der Anrechenbarkeit von Flugasche entwickelt werden, das den positiven Beitrag der Flugasche besser berücksichtigt.

Das Projekt wird vom Institut für Bauforschung der RWTH Aachen, Prof. Wolfgang Brameshuber, durchgeführt und von einer Arbeitsgruppe des Arbeitskreises "Kraftwerksnebenprodukte" begleitet. Die Ergebnisse sollen zum 31. März 2007 vorliegen.