Qualifizierung neuer Werkstoffe im Einsatz bei Dampfturbinen mit erhöhten Temperaturen zur Verbesserung des thermischen Wirkungsgrades

Projektnummer 259

Die im Forschungsprojekt 158 begonnenen Untersuchungen zur Ermittlung von Werkstoffkennwerten moderner Turbinenwerkstoffe wurden im Anschlussvorhaben 217 fortgesetzt, da für die Bewertung des Langzeitverhaltens hochbeanspruchter Turbinenwellen und –gehäuse sowie Armaturen eine ausreichende Versuchszeit erreicht werden muss, um eine sichere Extrapolation auf die geplante Auslegungsdauer von 200.000 Stunden zu gewährleisten. Weiterhin wurden im Anschlussvorhaben zusätzlich Versuche bei 625 °C durchgeführt, die die bereits vorhandene Datenbasis erweitern.

Der bis jetzt vorliegende unstetige Verlauf der Zeitstandfestigkeitskurven erlaubt noch keine

Daher sind im Anschlussvorhaben die folgenden Arbeiten geplant:

Durch eine weitere Ausweitung der Untersuchungszeit der Proben wird eine gute Grundlage für die Bewertung realer Bauteile geschaffen.

Von der Durchführung des Forschungsvorhabens wird folgender Nutzen für die Energieversorgungsunternehmen erwartet:

Im Rahmen des Forschungsvorhabens informieren die Turbinenhersteller über den Stand anderer nationaler und internationaler Forschungsvorhaben sowie über alle relevanten internationalen Tagungen, die sich mit der Neuentwicklung von Kraftwerkswerkstoffen befassen (COST522, THERMIE, MARCKO etc.).

Das Projekt wird unter der Leitung von Dr. Torsten-Ulf Kern, Siemens AG, durchgeführt und vom Fachausschuss "Werkstoffe und Qualitätssicherung" fachlich begleitet. Die Ergebnisse werden im Sommer 2007 vorliegen.