Zur Bewertung des Chromatgehaltes in Zement und Flugasche

Projektnummer 264

Mit der 8. Verordnung zur Änderung chemikalienrechtlicher Verordnungen wird das Inverkehrbringen von Zement und zementhaltigen Zubereitungen verboten, wenn in der nach Wasserzugabe gebrauchsfertigen Form der Gehalt an löslichem Chrom VI mehr als 2 mg/kg Trockenmasse des Zements beträgt. Durch die Umsetzung dieser Verordnung soll auch Beton ab Januar 2005 für die meisten Anwendungen chromatreduziert eingesetzt werden. Ein Untersuchungsverfahren zur Ermittlung des Chromatgehaltes von Beton ist jedoch nicht definiert.

Bisher wird der Chromatgehalt des Zements nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) 613 bestimmt. Dabei wird eine Zement-Wasser-Suspension hergestellt, filtriert und der Chromatgehalt in Filtrat bestimmt. Seit August 2004 liegt die europäische Norm prEN 196-10 zur Bestimmung des Chromatgehalts vor. Hier wird im Unterschied zur TRGS Mörtel angemischt und filtriert.

Im Rahmen dieser Untersuchungen soll festgestellt werden, ob die Verfahren auch zur Ermittlung des Chromatgehaltes von Flugaschen geeignet sind und inwieweit die Ergebnisse der beiden Verfahren vergleichbar sind. Darüber hinaus ist zu prüfen, welchen Einfluss die Zugabe von Flugasche auf den Chromatgehalt einer Flugasche-Zement-Mischung hat.

Das Vorhaben wird vom Institut für Bauforschung der RWTH Aachen unter der Leitung von Prof. Brameshuber durchgeführt und vom Arbeitskreis "Kraftwerksnebenprodukte" begleitet. Projektergebnisse sind ab März 2005 zu erwarten.