Einfluss von Flugasche auf die Dauerhaftigkeit der Oberflächentextur von Straßenbeton

Projektnummer 270

Wegen der stetig zunehmenden Verkehrsbelastung werden neben den Asphaltstraßen zunehmend auch Betonstraßen hergestellt. Dabei ist die Verwendung von Flugasche in Straßenbetonen aufgrund des bestehenden Regelwerkes der Bundesanstalt für Straßenbau (BAST) nicht zulässig, da bisher kein praktischer Nachweis solcher Betone über einen ausreichenden Widerstand der Betonoberfläche gegenüber gleichzeitiger Frost-Tausalz- und mechanischer Beanspruchung vorliegt.

Im Forschungsprojekt soll neben dem Frost-Tausalzwiderstand von Straßenbeton mit Flugasche insbesondere das Verhalten des Oberflächenmörtels bei kombiniertem Angriff aus Abrieb, Frost-Tausalz- und lösendem Angriff untersucht werden. Für diese grundlegenden Untersuchungen werden zwei Betone mit unterschiedlichen Wasserzementwerten verwendet. - Zur Beurteilung der Verbesserung der Verarbeitbarkeit und Texturierbarkeit durch den Einsatz von Flugasche bei der Verwendung von feinstoffarmen Sanden wird zudem ein Beton mit einem feinstoffarmen Sand hergestellt. - Untersucht werden Betone, deren Zusammensetzung durch Verwendung von je zwei Zementen, Flugaschen und Sanden variiert wird. Die Lagerung der Betone erfolgt bis zur Prüfung im Alter von 56 Tagen in 4 verschiedenen Klimaten.

Das Projekt ist dem VGB-Schwerpunktforschungsprogramm "Entsorgung von Kohlekraftwerken und Müllverbrennungsanlagen" (ERKOM) zugeordnet. Es wird vom 1. September 2005 bis zum 31. März 2007 am Lehrstuhl für Baustoffkunde und Werkstoffprüfung der Technischen Universität München unter der Projektleitung von Prof. Dr. Peter Schießl bearbeitet und von einer Arbeitsgruppe des Arbeitskreises "Kraftwerksnebenprodukte" fachlich begleitet.