Vermeidung einer schädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktion in Beton durch den Einsatz von Flugasche

Projektnummer 272

Die Wirkung von Flugasche in Beton hinsichtlich der Vermeidung einer schädigenden Alkali-Kieselsäure-Reaktion wird - trotz vorliegender internationaler Erfahrung und normativer Erfassung - in den deutschen Regelwerken nicht berücksichtigt.

Durch Untersuchungen der Technischen Universität München an Betonen und Mörteln mit verschiedenen Flugaschen und Zementen unterschiedlichen Alkaligehaltes bei Einsatz von unterschiedlich alkaliempfindlichen Gesteinskörnungen soll der Nachweis erbracht werden, dass die Kombination von Flugasche mit alkalireichen Zementen anstelle eines NA-Zementes zur Herstellung von Betonen mit alkaliempfindlichen Gesteinskörnungen eingesetzt werden kann (VGB-Forschungsprojekt 245).

In Ergänzung zu diesen Untersuchungen sollen im vorliegenden Forschungsprojekt vor allem Wirkungsmechanismen untersucht werden, durch die Flugaschen zur Vermeidung einer schädigenden AKR beitragen.

Anhand von Porenlösungsuntersuchungen soll der Frage nach der Einbindung von Alkalien in die Reaktionsprodukte der Steinkohlenflugasche nachgegangen werden. Dabei werden der Einfluss der Umgebungsbedingungen (Temperatur) und des Calciumangebots berücksichtigt. Zudem soll der Reaktionsfortschritt der Flugasche und dessen Einfluss auf den wirksamen Alkaligehalt des Zements unter verschiedenen Bedingungen näher analysiert werden.

Das Projekt ist dem VGB-Schwerpunktforschungsprogramm "Entsorgung von Kohlekraftwerken und Müllverbrennungsanlagen" (ERKOM) zugeordnet. Es wird vom 1. September 2005 bis zum 31. August 2007 am Forschungsinstitut der Zementindustrie (FIZ), Düsseldorf, durchgeführt und von einer Arbeitsgruppe des Arbeitskreises „Kraftwerksnebenprodukte“ fachlich begleitet.