Studie zu den Auswirkungen der Anwendung des Ausbreitungsmodells AUSTAL2000 mit vorgeschaltetem Windfeldmodell TALdia hinsichtlich bestehender Genehmigungen

Projektnummer 279

Im Rahmen der vorangegangenen Studie "Kühlturm-Ableitung" (Projektnummer 262) wurde die Anwendbarkeit des Ausbreitungsmodells AUSTAL2000 mit vorgeschaltetem Windfeldmodell TALdia außerhalb des in Anhang 3 der TA Luft genannten Anwendungsbereiches für diagnostische Windfeldmodelle (Quellhöhe/Gebäudehöhe > 1,2) untersucht. Hierfür wurden umfangreiche Vergleiche zwischen den Messdaten aus Windkanal-Versuchen und Berechnungen mit dem Modellsystem TALdia/AUSTAL2000 angestellt. Insgesamt wurden 10 Kraftwerksstandorte betrachtet, für die zwischen 1984 und 1998 Windkanal-Daten erfasst wurden. Es konnte gezeigt werden, dass die Übereinstimmung zwischen den Messungen im Windkanal und den Modellrechnungen in der Mehrzahl der untersuchten Fälle unabhängig vom Verhältnis Quellhöhe/Gebäudehöhe recht gut ist.

Auf der Grundlage der Ergebnisse der Studie könnte in zukünftigen Genehmigungsverfahren auf zeit- und kostenaufwändige Windkanalversuche verzichtet und als Alternative die Anwendung von TALdia/AUSTAL2000 akzeptiert werden.

Zu klären sind noch die Auswirkungen dieser Vorgehensweise hinsichtlich bestehender Genehmigungen. Die bisher durchgeführten Berechnungen zeigen im Hinblick auf die letztlich beurteilungsrelevanten Jahresmittelwerte, dass im Vergleich zur bisher angewendeten Methodik die berechneten Jahres-Immissionskenngrößen möglicherweise größer sind und quellnäher liegen.

Anhand von realen Genehmigungsdaten sollen die beiden Vorgehensweisen verglichen werden, um allgemein gültige Aussagen zu den Unterschieden der beiden Verfahren zur Berücksichtigung des Gebäudeeinflusses ableiten und das weitere Vorgehen beschliessen zu können.

Das Projekt wird von der Arbeitsgemeinschaft für Umweltmeteorologie und Luftreinhaltung - Bahmann & Schmonsees GbR unter der Leitung von Wolfram Bahmann durchgeführt. Die Ergebnisse sollen im Sommer 2006 vorliegen. Die Projektbearbeitung wird durch den Fachausschuss „Luftreinhaltung und Lärmschutz“ begleitet.