Untersuchung von Biomasse- und Altholzheizkraftwerken im Leistungsbereich von 5 bis 20 MWel zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit (Teil I)

Projektnummer 302

Die Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat einen sehr schnellen Bau vieler Biomasseheizkraftwerke bis 20 MWel ausgelöst. Dies sind im Wesentlichen Holzheizkraftwerke, welche zum Teil mit einer Rostfeuerung, zum Teil mit einer Wirbelschichtfeuerung ausgestattet sind. Als Brennstoff wird überwiegend Altholz A III und A IV eingesetzt.

Durch den rasanten Ausbau sind deutliche Verschiebungen bei der Brennstoffversorgung hinsichtlich der Verfügbarkeit und des Marktpreises aufgetreten. Vielfach haben sich damit die Rahmenbedingungen für einen wirtschaftlichen Betrieb dieser Anlagen erheblich verschlechtert.

Zudem werden aus dem Betrieb sehr viele Stillstände und Anlagenausfälle berichtet, die zum Beispiel auf Probleme bei der Brennstoffzuführung, dem Auftreten von Hochtemperaturkorrosion und der Verschmutzung im Dampferzeuger sowie auf Probleme in der Rauchgasreinigung zurückzuführen sind. Hierdurch bedingt werden in vielen Fällen die geplanten Volllaststunden im Jahr nicht erreicht, was einen deutlichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Anlagen hat.

Eine systematische Erforschung der Fehler, Ausfälle und deren Abhilfemaßnahmen sowie die Erfolgskontrolle ist derzeit noch nicht erfolgt. Derzeit steht dem Betreiber kein Katalog von Lösungsmöglichkeiten zur Verfügung, der bei Auftreten von Betriebsproblemen herangezogen werden kann.

Im Rahmen des Vorhabens sollen daher

werden. Schwerpunkte der Auswertung stellen dabei die Korrosion von Kesselrohren, die Brennstoffzuführung und der Vergleich des Einsatzes von Rost- oder Wirbelschichtfeuerungen dar.

Das Vorhaben wird von einer Gruppe von VGB-Mitgliedsunternehmen unterstützt, die sich maßgeblich an der Finanzierung beteiligen und darüber hinaus die erforderlichen Betriebsdaten bereit stellen:

Bei erfolgreicher Projektdurchführung sollen in einem Anschlussvorhaben weitere Anlagen in die Auswertung einbezogen werden.

Das Vorhaben wird von Juni 2007 bis Februar 2008 unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf Simon von der Transferstelle für rationelle und regenerative Energienutzung der Fachhochschule Bingen durchgeführt. Die Arbeitskreise "Industrie- und Heizkraftwerke" und "Biomasse" begleiten die Untersuchungen.