Gemeinsame Verwendung von Flugasche und Hüttensand als Zusatzstoff im Beton

Projektnummer 309

Der Einsatz von Flugasche als puzzolanischer Betonzusatzstoff wird in Deutschland seit über dreißig Jahren praktiziert und ist in den Regelwerken verankert. Der Einsatz von Hüttensandmehl erfolgt jedoch bisher ausschließlich als Zumahlstoff im Zement durch die Zementindustrie. Mit der neuen europäischen Norm für Hüttensandmehl als latent-hydraulischer Betonzusatzstoff (EN 15167) wird künftig auch der Einsatz von Hüttensandmehl als Beton zusatzstoff möglich.

Mit den Untersuchungen soll nachgewiesen werden, dass die Eigenschaften von Betonen aus Portlandzementen (CEM I) mit den Zusatzstoffen Hüttensandmehl und Flugasche denen von Betonen aus Hochofenzement (CEM II/B-S, CEM III/A und CEM III/B) mit Flugasche vergleichbar sind. Die Untersuchungen sollen mit Zementen unterschiedlicher Art und Festigkeitsklassen sowie mit Flugasche und Hüttensandmehl unterschiedlicher Feinheit durchgeführt werden. Von besonderer Bedeutung sind die Kornverteilungen der einzelnen Betonausgangsstoffe. Die Optimierung der Bindemitteleigenschaften erfolgt an Mörteln. Am Frischmörtel werden insbesondere die Verarbeitbarkeit, der Luftgehalt und die Rohdichte ermittelt, am Festmörtel die Biegezug- und die Druckfestigkeit sowie das Karbonatisierungsverhalten. Eine Überprüfung dieser Eigenschaften erfolgt an Betonen.

Das Vorhaben wird von Januar 2008 bis September 2010 unter der Leitung von Prof. Wolfgang Brameshuber am Institut für Bauforschung der RWTH Aachen durchgeführt. Es wird vom deutschen Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung im Rahmen des Förderschwerpunkts "Forschungsinitiative Zukunft Bau" gefördert. Der Arbeitskreis Kraftwerksnebenprodukte begleitet die Untersuchungen.