Optimierung der nassen Hg-Abscheidung aus Rauchgasen von Kohlekraftwerken im Fall der Co-Verbrennung quecksilberreicher Sekundärbrennstoffe

Projektnummer 313

Zunehmend werden Abfälle auch durch Mitverbrennung in Kohlekraftwerken energetisch verwertet. Vor dem Hintergrund des zum Teil erhöhten Quecksilber-(Hg-)Gehalts solcher Sekundärbrennstoffe ist es erforderlich, die bereits bekannte Hg-Emissionsminderung nasser Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA) weiter zu optimieren.

In den Modelluntersuchungen des Vorprojekts ( 293 ) konnten bisher nicht bekannte Einflussfaktoren auf die Hg-Chemie in Wäschern sowie auf die anschließende REA-Waschwasseraufbereitung identifiziert werden. Eine Vielzahl von potenziellen Einflüssen konnte auf wenige besonders relevante Faktoren eingegrenzt werden:

Neben der experimentellen Absicherung einiger dieser Effekte (bessere Reproduzierbarkeit), soll in diesem Anschlussvorhaben die Wirksamkeit kommerziell angebotener Additive zur Einbindung von oxidiertem Hg in die REA-Waschsuspension sowie ihr Einfluss auf die Hg-Ausschleusung untersucht werden. Zudem sollen Reagenzien zur Abscheidung von elementarem Hg in REA bewertet werden.

Die Übertragbarkeit der Ergebnisse aus synthetischen Waschwassersuspensionen auf den REA-Wäscherbetrieb soll durch Versuche mit realen Waschlösungen verifiziert werden.

Mit dem Vorhaben sollen die Grundlagen für eine wirtschaftliche und betriebssichere Verringerung von Hg-Emissionen aus kohlebefeuerten Kraftwerken bei Einsatz von Sekundärbrennstoffen gelegt werden. Dazu werden abschließend die verfahrenstechnischen Anlagenparameter ermittelt, die gewährleisten, dass

Die Projektergebnisse können im Kraftwerksbetrieb unmittelbar umgesetzt werden.

Das Vorhaben wird von Juli 2008 bis Dezember 2009 vom Institut für Umwelttechnik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter der Projektleitung von Prof. Dr. Heinz Köser durchgeführt. Ein Ausschuss aus Mitgliedern der VGB-Arbeitskreise Abgasreinigungstechnik , Chemie der Wasserbehandlung und des Technischen Ausschusses Kraftwerksnebenprodukte begleitet die Untersuchungen.