Kompendium „Gesundheitsrelevanz Stromerzeugung“

Projektnummer 326

Bei Neubauten von Kraftwerken spielen in der öffentlichen Diskussion die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen eine zunehmend dominantere Rolle. Daher soll im Rahmen dieses Vorhabens von unabhängiger Stelle ein Kompendium zur Gesundheitsrelevanz der Stromerzeugung aus Kohle- und Kernkraftwerken erstellt werden.

Das Kompendium richtet sich an Ärzte und vergleichbare Gruppen, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Kraftwerken beschäftigen. Grundlage des Kompendiums ist eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit der Thematik einschließlich von Hinweisen auf vorhandene Erkenntnislücken und aktuelle Diskussionsschwerpunkte. Dabei soll die Belastung durch Kraftwerke in Relation zu den Belastungen durch andere Emittenten (Industrie, Verkehr, Haushalt) gesetzt werden, um die Thematik insgesamt in einen realistischen umweltmedizinischen Kontext zu setzen.

Die Erarbeitung des Kompendiums soll in erster Linie auf der Basis der Untersuchungsauswertungen erfolgen, die zur Ableitung aktueller Grenzwerte geführt haben. Um die umfangreiche Thematik handhabbar zu machen, soll im Rahmen eines ersten Teilprojekts am Beispiel „Feinstaub“ für den deutschen Rechtsraum exemplarisch eine Methodik entwickelt werden, die später auf andere Belastungsfaktoren und den europäischen Rechtsraum übertragen werden kann.

Das Vorhaben wird von Mai 2009 bis April 2010 unter der Leitung von Edgar Neuhalfen, TÜV Rheinland Industrie Service GmbH, in enger Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe von VGB-Mitgliedsunternehmen durchgeführt, die hierfür Ansprechpartner aus den Bereichen Umweltschutz und Arbeitsmedizin benannt haben. Der VGB-Hauptausschuss Umwelttechnik, Chemie, Sicherheit und Gesundheit begleitet die Projektdurchführung.