Kurzfassungen - VGB PowerTech Journal 7/2004

Agenda der neuen Herausforderungen der EU für Stromerzeuger

J.-G. Bartaire

Eine Reihe von Europäischen Richtlinien für den Elektrizitätssektor steht in der Vorbereitungs- bzw. beginnenden Durchführungsphase. Das CAFE-Programm (Clean Air for Europe – Saubere Luft für Europa) wurde auf europäischer Ebene entwickelt und steht in enger Beziehung zur UN-ECE-Genf-Arbeit über weit tragende grenzüberschreitende Luftverschmutzung. CAFE wird in den kommenden Jahren bis 2012 die "Thematische Strategie" für Luftqualität im gesamten Europa betreffen.

Agenda der neuen Herausforderungen der EU für Stromerzeuger

J.-G. Bartaire

Eine Reihe von Europäischen Richtlinien für den Elektrizitätssektor steht in der Vorbereitungs- bzw. beginnenden Durchführungsphase. Das CAFE-Programm (Clean Air for Europe - Saubere Luft für Europa) wurde auf europäischer Ebene entwickelt und steht in enger Beziehung zur UN-ECE-Genf-Arbeit über weit tragende grenzüberschreitende Luftverschmutzung. CAFE wird in den kommenden Jahren bis 2012 die "Thematische Strategie" für Luftqualität im gesamten Europa betreffen.

Die Zukunft der Stromerzeugung in Deutschland in einem liberalisierten Markt

Maren Hille und W. Pfaffenberger

Der Beitrag befasst sich mit den absehbaren fehlenden Kapazitäten auf dem deutschen Elektrizitätserzeugungsmarkt, der Analyse von Möglichkeiten für den Kraftwerksneubau und zeigt die Potentiale einzelner Energieträger für die zukünftige Stromerzeugung auf. Optionen für den zukünftigen Energiemix werden diskutiert und im Hinblick auf Versorgungssicherheit, Rentabilität und Umweltkompatibilität analysiert.

Klimaschutz durch neue Technologien

A. Willeke

Bei der Bewertung neuer Technologien im Energiebereich sind die Emissionen von Treibhausgasen heute einer der wichtigsten Aspekte. Vor dem Hintergrund des notwendigen Ersatzes von mehr als einem Drittel der Stromerzeugungskapazitäten in Deutschland innerhalb der nächsten Dekade müssen in den kommenden Jahren grundsätzliche Entscheidungen zum zukünftigen Erzeugungsportfolio getroffen werden. In den nächsten zwei Jahrzehnten ist nicht mit einem dominierenden Einfluss kleiner Erzeugungsanlagen auf den Stromsektor zu rechnen. Wärmekraftwerke werden dabei weiterhin das Rückgrat der Stromerzeugung in Deutschland bilden.

Wege zum Klimaschutz

Chr. Schneller

Vor einem Jahr plädierte der "Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung - Globale Umweltveränderungen" in seinem Bericht "Energiewende zur Nachhaltigkeit" für einen radikalen Umbau der Energieversorgung zur Eindämmung des Klimawandels. Die geforderte "Klimaschutzstrategie der Energiewende" verkennt zentrale Faktoren, die ihrer Verwirklichung entgegenstehen. Zu den Eckpunkten einer alternativen Klimaschutzpolitik gehören technologie- und ergebnisoffene Forschung ebenso, wie Wettbewerbsorientierung und Internationalität der Klimaschutzbemühungen.

Kostensenkung bei wiederkehrenden Prüfungen im Einklang mit der Betriebs-Sicherheits-Verordnung

J. Grabig, B. Lipinski, J. Kahlert, G. Weiß und H. Altmann

Mit der neuen Betriebs-Sicherheits-Verordnung (BetrSichV) ist Betreibern von drucktechnischen Anlagen die Aufgabe gestellt, im Rahmen der wiederkehrenden Prüfungen Prüffristen für die Gesamtanlage und ihre Anlagenteile zu ermitteln. Die für eine Rang- und Reihenfolgeentscheidung von Prüfmaßnahmen erforderliche Quantifizierung von Schädigungsentwicklungsgrößen kann durch statistische oder auch analytische Berechnungsansätze erreicht werden. Anhand verschiedener Realisierungsbeispiele werden die Möglichkeiten - insbesondere von Offline-Überwachungsverfahren für Neu- und Altanlagen - erläutert.

Schadensereignisse an ebenen Sammlerböden mit Entlastungsnut und daraus abgeleitete Prüfmaßnahmen

G. Lüdenbach

Die in der Vergangenheit aufgetretenen Schäden an ebenen Sammlerböden mit Entlastungsnut sind auf das Zusammentreffen der konstruktiv bedingten Spannungsmaxima und der schweißtechnisch bedingten ungünstigen Materialeigenschaften in der bodenseitigen Wärmeeinflusszone (WEZ) zurückzuführen. Aus den Ergebnissen der Schadensuntersuchungen wurde durch eine VGB-Arbeitsgruppe im Jahre 1998 ein Prüfkonzept erarbeitet und den VGB-Mitgliedsunternehmen mitgeteilt. Die im Rahmen dieser Prüfungen festgestellten Befunde werden derzeit durch die VGB gesammelt und ausgewertet. Sie liegen in einer Auswertung vor.

PC-Software zur Lebensdauerbewertung von Rohrbögen im Zeitstandbereich

J. Weber

Um nichtlineares Werkstoffverhalten, wie z.B. Kriechen, zu berücksichtigen, werden in den meisten Fällen Finite-Elemente-Analysen (FEA) durchgeführt. Ziel des FDBR-VGB-Forschungsvorhabens "Rohrbiegungen im Zeitstandbereich" war es, ein einfach anzuwendendes PC-Programm zu entwickeln, mit dessen Hilfe Spannungen, Kriechdehnungen und Zeitstanderschöpfung im Rohrbogen näherungsweise berechnet werden können. Die wesentlichen Schritte des FDBR-VGB-Forschungsvorhabens sowie das PC-Programm werden beschrieben.

CONTHERM - Thermische Abfallverwertung im Kraftwerk durch kraftwerksintegrierte Pyrolyse von heizwertreichen Ersatzbrennstoffen

R. Hauk, O. Spindeldreher, N. Usdrowski, J. Stadtmüller, F.-J. Zimmer und C. Marsico

Zukunftsorientierte Abfallwirtschaftskonzepte verbinden ökonomische und ökologische Anforderungen. Vor diesem Hintergrund hat Technip Germany ein Konzept zur Pyrolyse von Hausmüll oder heizwertreichen Abfallfraktionen im Verbund mit bestehenden oder auch neu zu errichtenden Kohlekraftwerken entwickelt. Diese Integration ermöglicht eine vorteilhafte thermische Verwertung von Abfällen. Technologie, ConTherm-Anlage und erste Betriebserfahrungen werden im Beitrag vorgestellt.

Neue Werkstoffentwicklungen für moderne Hochleistungskraftwerke

W. Bendick, B. Hahn und B. Vandenberghe

Mit dem ersten großtechnischen Einsatz des Stahls X10CrMoVNb9-1 (T/P91) und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten zur Wirkungsgradsteigerung wurde eine aktive Phase in der Entwicklung neuer Rohrstähle eingeleitet. Berichtet wird über die Entwicklung eines neuen 12% Cr-Stahles mit der Bezeichnung VM12, der die guten Zeitstandfestigkeitseigenschaften der Stähle E911 und T/P92 mit einer ausreichend hohen Zunderbeständigkeit verbindet. Auf der Basis des 10CrMo9-10 (T/P22) wurden die Stähle T/P23 und 7CrMoVTiB10-10 (T/P24) für Anwendungen bei Membranrohrwänden bis 625 °C entwickelt. Die wesentlichen Eigenschaften dieser neuen Werkstoffe werden dargestellt.